Hausheer - Büro für Gestaltung

Die drei Fragen

Stellen Sie diese drei Fragen – und Sie wissen wie AI über Sie denkt

Marke & Maschine
Praxis

Was AI Systeme über Ihre Marke denken wenn niemand hinschaut lässt sich schnell überprüfen.

Öffnen Sie ChatGPT, Perplexity oder Claude. Und stellen Sie diese drei Fragen.

Frage 1:
«Was macht [Ihr Unternehmen] und für wen ist es geeignet?»


Lesen Sie die Antwort. Nicht als Marketingtext – als Diagnose. Erkennen Sie Ihr Unternehmen? Steht da was Sie sich wünschen – oder eine blasse, generische Zusammenfassung die genauso gut für zehn Konkurrenten passen würde?

Wenn der Agent antwortet: «[Unternehmen] bietet Dienstleistungen im Bereich [Branche] an» – dann hat er nichts gefunden was Sie unterscheidet. Das ist kein technisches Problem. Es ist ein Kommunikationsproblem.

Frage 2:
«Ich suche [Ihre Dienstleistung] in der Schweiz. Wen empfiehlst du mir?»


Kommen Sie vor? Wenn ja: In welchem Kontext? Wenn nein: Wer kommt stattdessen vor – und warum? Das sind Ihre direkten Konkurrenten im AI-Zeitalter. Nicht die die am meisten Geld für Werbung ausgeben sondern diejenigen, die am klarsten beschrieben sind.

Frage 3:
«Was unterscheidet [Ihr Unternehmen] von [direkter Konkurrent]?»


Das ist die härteste Frage. Wenn der Agent antwortet «Beide bieten ähnliche Leistungen an» oder ins Stocken gerät – dann fehlt maschinenlesbare Differenzierung. Nicht weil Sie sich nicht unterscheiden. Sondern weil der Unterschied nirgends klar genug steht.

Was die Antworten verraten

Drei mögliche Szenarien:

Szenario A: Der Agent beschreibt Sie treffend und differenziert.
Gut. Ihre Kommunikation funktioniert auch für Maschinen. Prüfen Sie trotzdem ob die Antwort aktuell ist – und ob sie die Zielgruppe anspricht die Sie wirklich erreichen wollen.

Szenario B: Der Agent beschreibt Sie – aber generisch.
Das häufigste Ergebnis. Die Basisdaten sind vorhanden, aber die Positionierung ist unklar. Die Lösung: Kernaussagen schärfen und strukturiert aufbereiten – auf der Website, in einer llms.txt, in konsistenten Formulierungen über alle Kanäle.

Szenario C: Der Agent kennt Sie kaum oder gar nicht.
Kein Grund zur Panik – aber dringender Handlungsbedarf. Ohne klare, strukturierte Selbstbeschreibung bleibt der Agent im Ungefähren. Und im Ungefähren empfiehlt er jemand anderen.

Warum das kein SEO-Problem ist

Wenn Sie jetzt denken «das klingt nach Suchmaschinenoptimierung» – dann stimmt das nur halb.

SEO optimiert für einen Algorithmus der Seiten bewertet. GEO sorgt dafür dass AI Systeme Ihre Inhalte verstehen und als Quelle verwenden. Aber was wir hier beschreiben geht noch einen Schritt weiter: Wie ein AI Agent – der im Auftrag eines Menschen handelt – Ihre Marke einordnet, bewertet und empfiehlt.

Das ist keine technische Frage. Das ist eine strategische.

Die Technik – llms.txt, strukturierte Daten, eine maschinenlesbare agent-card – sind nur die Behälter. Aber was drin ist, entscheidet ob der Agent Sie empfiehlt. Oder nicht.

Der Test als Anfang

Fünf Minuten. Drei Fragen. Das genügt, um ein erstes Bild davon zu erhalten, wie KI-Systeme Ihre Marke wahrnehmen.

Entscheidend ist jedoch, was Sie daraus machen. Wer weiss, wie AI seine Marke versteht, kann sie gestalten. Wer es nicht weiss, wird von anderen beschrieben.

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